Andacht

GLAUBEN SIE AN WUNDER

Eine Definition von Wunder lautet folgendermaßen: Ein außergewöhnliches, den Naturgesetzen oder aller Erfahrung widersprechendes und deshalb der unmittelbaren Einwirkung einer göttlichen Macht oder übernatürlichen Kräften zugeschriebenes Geschehen, ein Ereignis, das Staunen erregt.

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Gemeindefest 2019

Traditionsgemäß konnten wir am ersten Sonntag nach den Sommerferien nach 2 Jahren Pause (wegen der Renovierung des Gemeindehauses) wieder unser Gemeindefest feiern. Im sehr gut besuchten Familiengottesdienst wurde man schon in einem Anspiel auf den Flohmarkt im Gemeindehaus neugierig, auf dem man so manchen „Schatz“ finden konnte. Dekan Schlicker ging dann in seiner Predigt auch auf das Gleichnis vom Schatz im Acker und der kostbaren Perle ein, die Jesus mit dem Himmelreich verglich. Im Anschluss konnten viele Besucher bei strahlendem Sonnenschein das überaus leckere Mittagessen auf dem Kirchplatz genießen, während die Kinder bestens betreut ihr Geschick im Dosenwerfen, Pedalofahren und in anderen Aktivitäten beweisen konnten. Zur Kaffeestunde mit vielen besonderen Kuchenleckereien führten die Damen der Mittwochs-Tanzgruppe einige Reigentänze auf und luden auch zum Mittanzen ein.

Unser Gemeindefest war somit sehr gelungen, weswegen ich allen, die ihren Beitrag geleistet haben, ob im Gottesdienst, beim Flohmarkt, beim Tanzen, durch Salat- und Kuchenspenden oder durch ihre tatkräftige Mithilfe, an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich danken möchte.

Gedanken zur Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 34,15)

Der Wunsch und die Sehnsucht nach Frieden, nach Zeit ohne Streit oder gar Krieg und einem friedlichen Miteinander sind noch genauso aktuell wie zu Zeiten Davids. Doch wie schwer Frieden umzusetzen ist, sehen wir täglich in den Nachrichten vom Weltgeschehen, zeigen uns rassistische und menschenverachtende Vorkommnisse in Deutschland, erleben wir immer wieder in der Nachbarschaft und sogar in der Familie. In menschlichen Beziehungen fällt allzu schnell ein falsches Wort, das man zwar im nächsten Moment schon wieder bereut, aber nicht mehr zurücknehmen kann.

Das hebräische Wort „Schalom“ für Frieden bedeutet aber mehr als die Abwesenheit von Streit und Krieg, sondern steht für die tiefe Sehnsucht nach einer heilen Welt, bedeutet die Hoffnung auf ein gerechtes und alle Feindschaft überwindendes Miteinander.

Das Logo, entworfen von Stefanie Bahlinger, ist geprägt von einem strahlenden weißen Kreuz inmitten der Farbenpracht eines Regenbogens. Den Regenbogen assoziieren wir mit Gottes Bund mit Noah, aber auch als Symbol der Friedensbewegung. Er steht für Aufbruch, Veränderung und Frieden und gilt als Zeichen der Toleranz und Akzeptanz, der Vielfalt von Lebensformen, der Hoffnung und der Sehnsucht.

Doch auch das Kreuz kann Zeichen des Friedens sein: am Kreuz hat Gott mit uns Menschen, mit seiner Schöpfung Frieden geschlossen und alle feindlichen Mächte besiegt. Im Weihnachtsevangelium hören wir wieder die Engel, die zu den Hirten sprechen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden!“ und wir wünschen uns „Friedliche Weihnachten“ oder ein „Friedvolles Fest“. 

So lassen Sie uns deshalb im Kleinen mit dem Frieden anfangen und ihm erforderlichenfalls im Neuen Jahr 2019 „nachjagen“, lassen Sie uns verbindende Zeichen setzen, um unser Miteinander friedlicher zu gestalten. In diesem Sinne ein „friedliches neues Jahr“!

Ihre Ingrid Sichart

Bildnachweis:
Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen, www.verlagambirnbach.de