Perikopenrevision

Am 1. Advent tritt in der gesamten Evangelischen Kirche in Deutschland die neue „Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder“ in Kraft. Eine mehrjährige Revision der bisherigen Ordnung ist vorausgegangen. Eine solche Ordnung regelt, welcher biblische Text oder welche biblischen Texte in den Gottesdiensten als Schriftlesungen vorgetragen werden und zu welchem Text gepredigt wird. Außerdem enthält die Ordnung die Gebetspsalmen für die Gemeinde, die Sprüche der Woche bzw. des Tages und die Halleluja-Verse. Und, nicht zu vergessen, Angaben zu den Liedern, die mit bestimmten Sonntagen bzw. Festtagen verbunden sind.

Die bisher geltende Ordnung stammt von 1978, steht aber in einer Tradition, die weit vor die Reformationszeit in das frühe Mittelalter zurückreicht. Nach dieser Tradition ist ein festgelegter Abschnitt aus den Evangelien der wichtigste Text in einem Sonn- und Festtagsgottesdienst. Das Evangelium gibt das Leitmotiv vor, das dem Sonn- oder Festtag sein Gepräge gibt. Danach richtet sich grundsätzlich auch die Epistel, eine Lesung aus den Briefen des Neuen Testaments (einschließlich der Apostelgeschichte und der Offenbarung an Johannes), und die alttestamentliche Schriftlesung. Zu diesen drei Lesungstexten treten jeweils drei weitere Predigttexte. Während die Lesungen an ihrem jeweiligen Sonn- oder Festtag Jahr für Jahr dran sind, verteilen sich die insgesamt sechs Predigttexte auf sechs Jahrgänge, so dass an einem bestimmten Sonntag erst im siebenten Jahre wieder über denselben Text gepredigt wird.

Dieses etwas kompliziert wirkende System hat sich grundsätzlich sehr bewährt. Die neue Ordnung übernimmt es mit einer spürbaren Änderung: In den Predigtjahrgängen wechseln sich nun von Woche zu Woche Texte aus dem Alten Testament, den Briefen und den Evangelien ab. Diese Erleichterung für Predigende und Hörende wurde möglich durch die Verdoppelung der alttestamentlichen Texte. Evangelien-, Epistel- und AT-Texte machen jetzt jeweils ein Drittel aus. Vor allem der christlich-jüdische Dialog hat zu einer neuen Hochschätzung des Alten Testaments in allen seinen Teilen geführt. Aber natürlich gibt es auch weitere Änderungen: mehr Texte, in denen Frauen vorkommen; mehr Texte mit Bezug zu heutigen Lebensfragen; mehr Texte mit Resonanzen in Kunst und Kultur. Die Gebetspsalmen für die gottesdienstliche Gemeinde sind durchgesehen und z.T. neu bestimmt und zugeschnitten worden. Und jeder Sonn- oder Festtag hat nun zwei Lieder der Woche bzw. des Tages, darunter sehr viel mehr neue Lieder als bisher.

Im Kirchenjahr endet künftig die Weihnachtszeit stabil mit der Woche, in die der 2. Februar („Lichtmess“) fällt. Unter die „Weiteren Feste und Gedenktage“ sind einige Tage neu aufgenommen worden, z.B. der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) und der Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome (9. November), aber auch der Martinstag (11. November) und der Nikolaustag (6. Dezember).

In drei Büchern hält die neue Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder Einzug in unsere Gemeinden: im Lektionar, aus dem die Schriftlesungen im Gottesdienst vorgelesen werden; im Perikopenbuch, das der Gottesdienstvorbereitung – auch für Lektorinnen und Lektoren – dient; und in einem Ergänzungsheft zum Evangelischen Gesangbuch (EG), das die 32 neuen Lieder enthält, die nicht im Stammteil des EG stehen, dazu alle benötigten Gebetspsalmen.

 

 

Luca und der KV

Am 21. Oktober 2018 ist Kirchenvorstandswahl in allen bayerischen Kirchengemeinden. Aber was macht eigentlich ein Kirchenvorstand (KV)? Und wieso sollte ich den wählen? Gut, dass Luca einen kleinen Erklärgeist zur Seite hat, der viele Fragen rund um den KV beantworten kann. Mach auch du mit! Geh zur Kirchenvorstandswahl in deiner Gemeinde und gib deine Stimme ab.

Tipps zum Erzählen

In der letzten Ferienwoche hat die Kirchengemeinde Windsbach eine Kinderbibelwoche mit Harry Voß durchgeführt. Harry Voß hat Religionspädagogik studiert und ist seit 1995 Kinderreferent beim Bibellesebund. Bekannt wurde er besonders durch seine Kinderbuchreihe „Der Schlunz“. Den 15 Mitarbeitenden aus Windsbach, Wassermungenau, Neuendettelsau, Heilsbronn und Bürglein gab er viele Anregungen zu einem lebendigen Erzählen mit:
Read More

Gottesdienst erleben

Was steckt dahinter?
Gemeindeglieder werden ermutigt, mit oder ohne Einladungskarte Menschen in ihrem Umfeld persönlich anzusprechen und einzuladen: „Komm doch wieder einmal mit in den Gottesdienst!“ Oft ist es lange her, dass Nachbarn oder Freunde in einem Gottesdienst waren. Manches hat sich inzwischen gewandelt.

Manchmal braucht es auch nur einen kleinen Anstoß, um sich wieder einmal auf den Weg zu machen. In Windsbach beginnt der Gottesdienst um 9.30 Uhr, er wird durch den Projekt-chor besonders schön gestaltet, anschließend wird zum Kirchenkaffee eingeladen.

Der Gottesdienst selbst soll kein „Event“ sein, sondern eine Zeit, in der Raum ist für die Begegnung mit Gott. Es ist nicht machbar, sondern ein Geschenk, wenn wir „Gott erleben“.

Kinderbibelwoche

Jeden Tag kamen 30 Kinder, um Geschichten vom Schlunz zu hören, Theater zu spielen und in Kleingruppen zu überlegen, wie sie die Fragen, die der Schlunz stellt, beantworten würden: Woher weiß ich, dass Gott da ist, obwohl ich ihn nicht sehen kann? Wie kann Jesus mein Freund sein, wenn ich nicht mit ihm Fußball spielen kann? Was erleben wir heute noch mit Gott?

Read More

St. Margareta

St. Margareta ist eine nach der Märtyrerin Margareta von Antiochia benannte Kirche der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Windsbach, die dem Dekanat Windsbach angehört.

Read More

Fernsehgottesdienst im BR

Am Sonntag Kantate, 24.4.2016 übertrug das Bayerische Fernsehen live den Gottesdienst aus dem Heilsbronner Münster. Unter dem Motto „Singt dem Herrn ein neues Lied“ erklangen Sätze von Pachelbel, Schein, Scarlatti und Baumann. Es wirkten mit:

Der Windsbacher Knabenchor unter der Leitung von Martin Lehmann, Dekan Klaus Schlicker (Prediger); Pfarrerin Allison Werner Hoenen (Liturgin) und Kantor Michael Stieglitz (Orgel).

Link zum Anschauen