Ambulante Pflege

Interview mit Maria Gilch
Pflegedienstleitung der Diakoniestation Neuendettelsau/Windsbach

Wie sieht die aktuelle Situation der ambulanten Diakoniestation Neuendettelsau/Windsbach aus?
Wir versorgen über 150 Patienten in der Häuslichkeit, mit über 50 000 Hausbesuchen pro Jahr. Diese Arbeit leisten 35 kompetente und gut ausgebildete Mitarbeitende.

Was hat sich seit 2016 mit dem Pflegestärkungsgesetz II verändert?
Es ist zu einer Verbesserung des Leistungsanspruches im Bereich Betreuungsleistungen gekommen. Jedem eingestuften Patienten stehen 104 € monatlich für Betreuungs- und Entlastungsleistungen zur Verfügung. Dies kann in Form von Betreuung oder Hauswirtschaft in Anspruch genommen werden.

Gibt es weitere Entlastungen für pflegende Angehörige?
Ja, die Verhinderungspflege, die stundenweise ausgeschöpft werden kann, mit einem Jahresbudget von 1612 €. Der zur Verfügung stehende Betrag der Kurzzeitpflege (auch 1612 € pro Jahr) kann zur Hälfte mit in der Verhinderungspflege angerechnet werden. Hier stehen jetzt den pflegenden Angehörigen 2418 € pro Jahr zur Verfügung. Als neuer Leistungsanspruch wurde der Bereich der Tagespflege geschaffen.

Weitere erwähnenswerte Veränderungen ab 2016?
Es gibt Zuschüsse in zwei Bereichen; einmal monatlich je 40 € für Pflegehilfsmittel und zum anderen die Erhöhung des Zuschusses für Umbaumaßnahmen in der Häuslichkeit auf 4.000 € pro Maßnahme (maximal 16.000 €).

Herzlichen Dank für diese Informationen.

Kerstin Ammermann, Geschäftsführerin der Diakonie Windsbach